Vierbeinfieber

Fieber beim Menschen kennst Du. Beim Hund gibt es das auch, allerdings ist der Verlauf hier etwas anders, als bei Dir selbst im Krankheitsfall. Woran Du Fieber erkennst, wie sich erhöhte Temperatur äußert bzw. mit welchen Symptomen sie einhergehen kann, erfährst Du im Folgenden.

Welche Temperaturen muss ich beim Hund beachten?

Bei Dir als Mensch liegt die normale Körpertemperatur zwischen 36 und 37 Grad Celscius. Bei Deinem Liebling sollte sie zwischen 38 und 39 Grad liegen.

Nach körperlicher Anstrengung geht auch bei Deinem Vierbeiner folglich die Körpertemperatur etwas nach oben.

Welche Symptome sollte ich beachten?

Ich gehe mal davon aus, dass Dein Haustier im Normalfall agil und lebhaft ist. Im Falle von Fieber wird sich das schlagartig ändern:

Müdigkeit übermannt Dein Fellkind und er wird Dir ausgesprochen schlapp vorkommen. Bis hin zu Lethargie kann das Fieber führen.

Auch Appetit wird Dein Hund kaum bis nicht mehr aufweisen.

Oft geht Fieber beim Hund mit Schüttelfrost einher und gesträubtem Fell, sowie Hecheln.

Dein Hund wird versuchen, mehr Luft zu bekommen und sich so abzukühlen, indem er schneller atmet, was auch einen erhöhten Puls zur Folge hat.

Da Dein Hund aktuell wenig bis nichts zu sich nehmen wird, wird auch sein Darm träge werden.

Auch beim Hund benötigt der Körper viel Flüssigkeit, die dann auch aus dem Stuhl im Darm entzogen wird. Daher wirst Du einen ganz trockenen und harten Stuhlgang beobachten.

Biete Deinem Liebling stets Wasser an, auch im Napf sollte Futter zu finden sein, falls er seinen Appetit kurzfristig wiedererlangt.

Wie verläuft das Fieber und wie lange hält es an?

Dein Hund reagiert etwas anders, als Du als Mensch.

Bei Hunden schwankt das Fieber häufig und ist recht unbeständig und schwer abschätzbar. Im Zweifelsfall solltest Du sowieso den Tierarzt Deines Vertrauens aufsuchen.

Es gibt Fieber, das genau nur einen Tag anhält. Das ist das sogenannte epherme Fieber.

Akut dauert Fieber bei Hunden ein bis zwei Wochen etwa, darüber hinaus wird das Fieber als chronisch deklariert.

Woher kann das Fieber nur kommen?

Infektionen mit beispielsweise Borrelien, die durch Zecken übertragen werden, sind leider keine Seltenheit. Auch Viren und Pilze können ursächlich für das Fieber sein.

Leider wird sich auch nicht immer an die Impfempfehlungen gehalten, sodass als Ursache für das Fieber auch die Staupe und der Zwingerhusten sein können.

Hepatitis ist nicht nur beim Menschen ansteckend, sondern auch beim Hund. Und auch ein Hund kann an dieser Leberentzündung leiden.

Tollwut ruft Fieber hervor, ist aber leichter identifizierbar aufgrund der typischen Schaumsymptomatik.

Tumorerkrankungen können die Ursache für Fieber sein.

Bei Entzündungen wird das Immunsystem generell mit erhöhter Temperatur reagieren. Hierzu können Abszesse gehören, Darm- oder Prostataentzündungen, auch das Gesäuge kann einen entzündlichen Prozess beherbergen. Gebärmuttervereiterungen sind meist erst bemerkbar, wenn das Fieber Einzug hält.

Bekommt Dein Hund Medikamente? Ganz gleich, ob dauerhaft oder nur eine kurze Antibiose zwischendurch – gegen jedes Medikament kann Dein Hund ebenso unverträglich reagieren, wie Du selbst.

Immundefizite wie Rheuma können mit Fieber einhergehen, sind aber inzwischen medizinisch gut behandelbar.

Foto © Wanja Jacob – Fotolia.com

Über Daniel 327 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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