Shar-Pei – Der Faltenhund

Der Shar-Pei hat seinen Ursprung als Wachhund in China. Auch als Jagdhund gegen Kleinwild und Ratten wurde der Faltenhund von den Armen – meist Bauern oder Fischern – gehalten. Um 1950 gab es nur noch knapp 150 seiner Art weltweit, doch vor dem Aussterben wurde er rechtzeitig gerettet. Die genetischen Ursprünge des Shar-Pei liegen beim chinesischen Grauwolf.

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Geschichte und Herkunft des Shar-Pei

Im alten China wurde der Shar-Pei als Wachhund der armen Leute vornehmlich von Bauern und Fischern gehalten. Viel ist aus der damaligen Zeit nicht übermittelt, da die Besitzer selten Lesen und Schreiben konnte. Die meisten Anzeichen der damaligen Population lassen sich in Küstengebieten des Südchinesischen Meeres finden.

Als in 1949 die Republik China gegründet wurde stand das Schicksal des Faltenhundes auf Messers Schneide. Denn die Obrigen verbaten ihrer Bevölkerung die private Haustierhaltung, was dazu führte, dass in dieser Zeit nur noch weltweit ca. 150 Exemplare existierten. In 1971 waren es laut dem Retter der Rasse, dem Züchter Matgo Law, nur noch ein gutes Dutzend. Zwischenzeitlich zählte der Shar-Pei somit zu den seltensten Hunderassen der Welt.

Wesen & Charakter des Shar-Pei

Ein friedlicher Einmannhund fühlt sich Dein Shar-Pei inmitten Deiner Familie wohl. Fremden gegenüber wird er eher distanziert wirken, was sicherlich seinen Ursprung darin hat, dass dieser Hund ja früher als Wachhund gehalten worden ist. Selbstsicher wie der Shar-Pei ist, wird er niemals hektisch. Er strahlt stets Ruhe aus und wird sich Dir bei guter Erziehung bedingungslos unterordnen, ohne sich je zu unterwerfen. Zu einsamer oder gar Zwingerhaltung ist der Faltenhund ganz und gar nicht geeignet. Im Gegenteil: Er möchte einen Platz in der Familienmitte haben und überall dabei sein dürfen.

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Der Körperbau des Faltenhund

 

Mit einer Widerristhöhe von 51 Zentimetern gilt der Faltenhund nicht als Zwerg, wenngleich er im Vergleich zu anderen Molossern eher kleiner wirkt. Sein aus China stammender Name heißt frei übersetzt „Sand-Haut-Hund“ was vermutlich darin begründet ist, dass sich bei diesem besonderen Artgenossen Falte an Falte reiht und sich vor allem das Fell an sich ausgesprochen strohig und somit rau anfühlt. Behindert wird das hübsche Tier nicht durch seine Falten, die sich erst bis zur 16 Lebenswoche bilden, da der Hund in sein Fell hinein wächst.

Eine weitere Besonderheit, die der Shar-Pei beispielsweise mit dem Chow-Chow gemeinsam hat, ist die blaue Zunge. Der gesamte Gaumenbereich ist blau bis schwarz, statt wie zumeist bei Hunden zart rosé.

Der doggenartige Hund behält seine Körperfalten nur bis zum Erwachsenenalter so ausgeprägt. Im Kopf- und Halsbereich allerdings bleiben die Falten erhalten.

Wiegen sollte Dein faltiger Vierbeiner, je nach Geschlecht, zwischen 18 und 28 Kilo.

Sein Fell bedarf keiner expliziten Pflege, da es kurz und glatt ist und das normale, regelmäßige Bürsten ausreicht. Allerdings solltest Du bei Deinem Shar-Pei natürlich immer ein Auge auf die ausgeprägten Falten werfen. Das Fell seiner Farbe variiert von créme, über rehbraun und rot bis hin zu schwarz.

faltenhund

Genetisch bedingte Anfälligkeiten

  • Der Faltenhund hat weniger Schwachstellen, als die vielen Körperwellen vermuten lassen.
  • Ab und an gibt es Probleme mit Einstülpungen der Augenlider.
  • Außerdem leidet diese Rasse verhältnismäßig häufig unter idiopathischer Muzinose und unter Amyloidose.

Die Idiopathische Muzinose äußert sich durch Juckreiz am Bauch Deines Hundes und Ekzemen an den Innenschenkeln. Auch mottenfraßartiges Fell weist hierauf hin. Hier sind die Schleim- bzw. Lederhaut entzündlich betroffen. Symptome hierfür sind fettiges Fell und üble Ausdünstungen. An den betroffenen Stellen können Eiterpickelchen entstehen, wo sich wiederum Bakterien niederlassen und das Krankheitsbild somit fortschreitet. Oft kann hier eine Futterumstellung weiterhelfen. Auf die aufgekratzten, eiweißhaltigen Blasen, sollte eine cortisonfreie Salbe aufgetragen werden.

Amyloidose ist eine Verdauungsstörung. Hierbei kann der Organismus des Hundes kein Protein spalten, sodass das Protein im Blut verbleibt, statt ausgeschieden zu werden. Also lagert sich das Protein ab, wo es nicht hingehört und stört die Versorgung anderer Zellen. Das kann zur Folge Organschäden haben. Du bekommst nur heraus, ob Dein Hund darunter leidet, wenn Du eine diffuse Schwellung seiner Zunge feststellst. Einhergehen kann diese Erkrankung mit einer Leberschwellung und Protein im Urin. Außerdem solltest Du auf Schwellungen an den Gelenken achten und Fieber kann ebenso ein Hinweis sein. Sollte Dein Faltenhund 39,4 bis 41,7 °C aufweisen, ist das definitiv ein Fall für den Tierarzt. Colchicine wäre die nun lebenslange Therapie Deines Hundes, das je nach Körpergewicht des Tieres dosiert wird.

Wenn Du Dich für einen ruhigen, familientreuen und liebevoll-agilen Hund wie den Shar-Pei entschieden hast, wird er Dich etwa 9 bis 11 Jahre lang treu begleiten.

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Über Daniel 264 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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