Chihuahua

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Als kleinster Hund der Welt kommt der Chihuahua aus Mexiko, wo er als Opfer aus religiösen Gründen leider oft sein Ende fand und tat er das nicht, so aßen die mexikanischen Indianer ihn als Delikatesse. Heutzutage gilt der Chihuahua als Schoßhündchen, mag aber diese Rolle selbst im Wesentlichen gar nicht einnehmen.

Der Körperbau des Chihuahua

Im Verhältnis zum Apfelkopf hat der Chihuahua relativ große Ohren und Augen, die ein typisches Merkmal ausmachen. Den Chihuahua gibt es sowohl mit langem, als auch mit kurzem Fell, in im Grunde jeder Farbe. Idealerweise bringt Dein Chi etwa anderthalb bis drei Kilo auf die Waage, doch auch Tiere mit nur 680 Gramm Körpergewicht gibt es inzwischen, wobei diese Züchtung als Qualzucht kritisiert wird. Die im Rassestandard nicht definierte Größe liegt im Allgemeinen zwischen 15 und 35 Zentimetern.

Der sogenannte Teacup Chihuahua wird nicht größer als ein großes Meerschweinchen.

Das Wesen des Chihuahua

Die fehlenden Gramm an Körpergewicht und Größe macht der vermeintlich freche Kobold mit seinem Selbstbewusstsein wieder wett. Wenn jeder Halter begreifen würde, dass dieser Hund kein Püppchen ist und dadurch das Tier eine konsequente Erziehung genießen dürfte, wären die im Allgemeinen mit dem Chi einhergehende Vorurteile, wie Großschnäuzigkeit und Unruhe, eine Seltenheit.

Und gerade des zarten Körperbaus wegen entsteht offenbar der Trugschluss, dass ein solcher Hund mehr Rechte haben müsse. Das trägt natürlich dem sowieso schon vorhanden großen Selbstbewusstsein zu. Also hier solltest Du darauf Acht geben, Dich nicht „einwickeln“ zu lassen von diesen ach so kleinen, großen Kulleraugen.

Charaktereigenschaften, die auf diesen kleinen Mann zutreffen sind Lebhaftigkeit, Mut – der allerdings bis zur Selbstüberschätzung reichen kann – und Anhänglichkeit, sowie Eifersucht. Er mag längere Spaziergänge und gehört in keine Damenhandtasche.

Das Fell des Chihuahua

Der Chi mag die Fellpflege als Ritus generell. Beim Kurzhaar liegt das Fell an, glänzt seidig und ist feiner Natur. Beim Langhaar-Chi kann das Fell fein bis gewellt sein, bei der Farbe gibt es keine Regeln, von weiß-grau bis rot-braun ist alles möglich. Regelmäßiges Bürsten des Fells solltest Du gewährleisten und ab und an mal ein Bad, wobei Du hier unbedingt darauf achten solltest, dass möglichst kein Wasser in die Ohren und Augen gerät.

Einst gab es den Trend des Fellmusters Merle, woraus ein großes Streitthema unter den Züchtern entstand: Bei Merle geht es um Pigmentverluste, die einhergehen können mit Blindheit oder Taubheit. Beim blauen Chihuahua (Farbmutation Alopezie) verkrüppeln oft die Haarfollikel und somit fiel das Fell schlichtweg aus.

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Rassenspezifische Erkrankungen

Die recht großen Augen sind sehr empfindlich und es entwickeln sich immer öfter Atemprobleme, aufgrund der überzüchteten Nase und engen Luftröhre.

Häufig leidet der Chihuahua unter Schwierigkeiten mit seinem Gebiss bzw. dem Kiefer durch Verzwergung. Patella Luxationen und Ellenbogen Dysplasien kommen beim Chihuahua häufiger vor.

Zwingend aufpassen solltest Du, wenn Du Dir einen solchen Kobold zulegst, ob der Schädel geschlossen ist. Es gab Züchter, die eine zu große Fontanelle züchteten, was für Deinen Liebling gefährlich sein kann. Durch zu geringe Größe kamen oft Wasserköpfe vor.

Die Geburt der im Schnitt 1 bis 3 Welpen je Wurf passiert meist per Kaiserschnitt, denn in Relation sind die Welpen zu groß für das tragende Muttertier.

Von einem seriösen Züchter wirst Du einen Hund bekommen, der fit und aktiv ist und begleiten wird er Dich, je nach Gewicht, etwa 12 bis 16 Jahre. Allerdings solltest Du im Winter besonders auf Deinen kleinen Vierbeiner aufpassen, da er sehr kälteempfindlich ist und schnell anfällig für Lungenentzündung und Husten.

Über Daniel 277 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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