Mops

Möpse sind Geschmackssache. Entweder man mag sie – oder eben so gar nicht. Die Meinungen bezüglich dieser Rasse gehen stark auseinander. Die allgemeinen Statements reichen von „Ich, die schnarchen immer so und das Gesicht ist so zerknautscht“ bis hin zu „Das sind so liebe Tiere und so süß!“ – Leider kommt es beim Mops oft zu einer teuren Situation beim Tierarzt, die nicht nur Geld, sondern auch Nerven kostet. Fehlbildungen der Nase sind weitverbreitet, gerade weil diese Rasse einem echten Accessoiretrend unterliegen. Doch auch der Hund will – genau wie der Chihuahua – nicht in Handtaschen herumgetragen werden, sondern ein glückliches Hundeleben!

Anatomie

Der ursprünglich aus China stammende Mops wiegt zwischen 6 und 8 Kilogramm und wird bis zu 36 Zentimeter groß. Von der Vorstellung des sogenannten Teacupdogs solltest Du Dich also ganz schnell wieder verabschieden. Die Abzeichen im Gesicht sind schwarz und wirken beinahe wie Leberflecke, sind aber Muttermale. Die Ohren des Mops´ fallen nach vorne. Seine Augen stehen leicht hervor und erinnern damit an den Chihuahua, wobei der Mops zu den doggenähnlichen Hunden zählt. Das Seitenprofil des Gesichts ist ganz flach und über der Nase wölbt sich seine typische dicke Falte hervor. Der fehlende Fang war nicht immer so, das Profil auch nicht immer derart flach. Diese eingedrückte Optik entstand aufgrund von diesem Hang zum Trend durch Züchtungen künstlich. Inzwischen wird aufgrund gesundheitslicher Probleme durch Überzüchtung der Mops immer öfter mit dem Parsson-Jack-Russel gekreuzt, sodass langsam wieder eine Nase erkennbar ist. Durch diese Fremdrasseneinzucht wird das Bindegewebe des Tieres straffer, das Atmen fällt leichter, der Platz für Zunge und Gaumensegel ist wieder großzügiger. Seine Statur streckt sich weiter nach oben. Das klingt für die Rasse gesund, ist aber nicht zuträglich für die rein kommerziellen Ziele. Somit gilt hier, wie überall sonst auch: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Charakter

Dieses kleine Fellkind ist kinderlieb und gilt als Familienhund. In Deiner Gesellschaft fühlt er sich wohl und ist verhältnismäßig stark an den Menschen gebunden. Leider wird diese Rasse häufig als Modehund missbraucht. Doch begleiten will Dich Dein Mops dennoch gern, am liebsten immer und überall hin. Er strahlt Würde und Eleganz aus, wenngleich er manchmal etwas übermütig wird. Der Mops gehört sozusagen zu den Clowns unter den Hunden, denn er hat im Allgemeinen immer gute Laune und ist lebhaft.

Fellpflege

Die Fellfarben variieren von hell (beige) mit schwarzer Maske bis zu kompletten Schwarz, es gibt ihn auch in Silber und Aprikot, dann ebenfalls mit schwarzer Maske. Das Fell ist stets kurz und glatt und sollte sich weich anfühlen. Häufiges Baden ist nicht notwendig, zwei Vollbäder jährlich sollten genügen. Das Fell lässt sich leicht bürsten und Wasser in Augen und Ohren gehören vermieden.

Rassespezifische Erkrankungen

Der Mops neigt leider zu Übergewicht. Die Urform dieser Rasse wog zwischen 8 und 11 Kilogramm Körpergewicht. Mit der Atmung hat der Mops oft Schwierigkeiten, was man auch deutlich hören kann. Das liegt an der flachgezüchteten Nase. Im Qualzuchtbereich sind beispielsweise die Welpen für das Muttertier viel zu groß und das Abnabeln ohne Fang gestaltet sich mehr als schwierig. Auch Missbildungen bezüglich der Rute kommen vor, womit Wirbelsäulenprobleme einhergehen.

Dein gesunder Mops lebt 12 bis 15 Jahre treu an Deiner Seite.

Foto © lassedesignen – Fotolia.com

Über Daniel 258 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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