Tierchip Lesegerät

tierchip lesegeratIn Deutschland müssen Haustiere (insbesondere Hunde und Katzen) einen Chip tragen, damit Sie eindeutig identifizierbar sind. Dem Chip kommt dabei nicht nur eine wichtige Rolle zu, wenn das eigene Tier ausgerissen ist. Vielmehr dient der Chip auch dazu, den Besitzer bei ausgesetzten Hunden ausfindig zu machen und neuerdings auch dazu, dem Hund den Eintritt durch eine moderne Hundeklappe zu ermöglichen. Doch dazu später mehr.

Tierchip Lesegerät – Häufige Anwendungsbereiche

Beim Tierarzt: Am häufigsten kommt das Tierchip Lesegerät natürlich beim Tierarzt und in Tierkliniken zum Einsatz. Die häufigsten Tierarten sind Hund, Katze, Vogel und Frettchen.

In Tierheimen: und in Tierheimen zum Einsatz. Hier dient das Lesegerät wie eingangs erwähnt der Identifikation des Tieres anhand des Chips.

In Hundeschulen: Aber auch in Hundeschulen gehört das Lesegerät zum Standard Repertoire. Denn damit Hunde sich an die Prozedur des Chip Auslesen gewöhnen können, wird bereits vom Welpenalter an der Vorgang trainiert.

Bei Züchtern: Züchter chippen ihre Tiere bereits frühzeitig zur eindeutigen Identifizierung. Im Welpenalter sehen sich die Welpen teils noch sehr ähnlich, daher hilft der eingesetzt Chip dabei, die Tiere auseinander zu halten.

Bei Landwirten und Bauern: Auch in der Landwirtschaft kommen Transponder und Chips zum Einsatz. Einerseits schützen sie das Eigentum durch die Kennzeichnung und andererseits sorgen sie insbesondere bei Zuchttieren für Fälschungs- und Manipulationssicherheit. Pferde, Kühe und Schweine tragen in der Regel immer einen kleinen RFID Chip zur Kennzeichnung.

Privat: Da die Tierchip Lesegeräte heute bereits für weniger als 100 € erhältlich sind kann die Anschaffung für Privathaushalte durchaus auch Vorteile bieten. So lässt sich in den eigenen vier Wänden der Umgang mit dem Chipgerät üben. Insbesondere bei Listenhunden, die einen Wesenstest ablegen müssen, sollte der Umgang mit dem Tierchip Lesegerät geübt werden, damit der Prüfer das Tier ohne Gefahr auf den Transponder hin untersuchen kann.

Welches Tierchip Lesegerät kaufen?

Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf drei Chipgeräte gestoßen, die besonders häufig genannt und empfohlen wurden.

Chiplesegerät Plus Extra RFID

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Das Chiplesegerät Plus Extra RFID speichert über 1.200 Transpondernummern und beherrscht die gängigsten Lesestandards. Mittels USB Kabel können die Daten bequem auf den PC übertragen und dauerhaft gespeichert werden. Mit einem Abstand von ca. 80 mm muss man das Gerät nicht ganz genau über den Transponder halten um ein Messergebnis zu erhalten.

  • Abstand zum Transponder: 80 mm
  • Lesestandards: FDX-A, FDX-B, HDX, EM4102

Chiplesegerät RT10 RFID Mikrochip VOSS PET

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Das kleine und handliche Tierchip und RFID Mini-Lesegerät RT10 wird mittels USB Anschluss geladen und besitzt ein großes und gut ablesbares Display.

Dank großer Akkulaufzeit sind viele Lesevorgänge möglich. Ein großer Vorteil des kleinen RT10 Geräts ist seine platzsparende Größe. Es passt sogar in die Hosentasche und lässt sich einfach mitführen.

  • Abstand zum Transponder: 60-70 mm
  • Lesestandards: FDX-B, alle Geräte nach ISO 11784/85 Protokoll

Halo Tierchip Lesegerät

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Das Halo Tierchip Lesegerät ist besonders praktisch. Einmal über den USP Port aufgeladen bietet das handliche Chipgerät insbesondere für Fundstellen und Tierheime eine bequeme und verlässliche Möglichkeit, die Chipnummer in der verwendeten Datenbank zu überprüfen und so den Besitzer des Fundtieres zu ermitteln.

Das nur 222 Gramm leichte Gerät ist in unterschiedlichen Farben erhältlich. Aufgrund des niedrigen Anschaffungspreises auch ein tolles Chipgerät für zuhause.

  • Abstand zum Transponder: nicht angegeben
  • Lesestandards: FDX-A (FECAVA) und FDX-B

Chiplesegerät Tierchip RFID Mikrochip

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Ein weiteres handliches Lesegerät stammt von Labt. Das Gerät unterstützt alle gängigen ISO11784/11785 RFID FDX-B und ID64 Standards und arbeitet auf der 134,2 KHZ Frequenz. Dank des niedrigen Preises ist es nicht nur in den Tierkliniken im Einsatz, sondern hilft auch in Tierheimen, Hundeschulen und Privathaushalten zur Identifizierung der Tiere.

Ein großzügiges und beleuchtetes Display sowie die einfache Bedienung über einen Knopf runden das 100 Gramm leichte Gerät ab. Es zeigt alle Infos direkt auf dem Display.

  • Abstand zum Transponder: nicht angegeben
  • Lesestandards: ISO11784/11785 RFID FDX-B und ID64

Herein spaziert: Die Hundeklappe mit Chip Check!

Moderne Hundeklappen lassen längst nicht jeden Vierbeiner ins Haus. Man kann sie auf die Chipnummer des eigenen Hundes oder der Katze programmieren, so dass sich die Pforte nur für das eigene Tier öffnet. Ungebetene Besucher haben keine Chance, über die Hundeklappe mit RFID Lesegerät ins Haus zu gelangen. Unter anderem das Modell SureFlap (gefunden bei Amazon) beherrscht die Steuerung über Mikrochip.

Worauf bei der Auswahl besonders geachtet werden sollte:

Je nach oben beschriebenen Anwendungsfällen sollte die Kompatibilität, Robustheit und Bedienung an erster Stelle stehen. Tierkliniken verwenden die Geräte mitunter mehrfach täglich, während private Haushalte das Gerät in sehr unregelmäßigen Abständen nutzen. Wer mit seinem Chiplesegerät viele verschiedene Tiere untersucht benötigt ein Gerät, dass möglichst alle gängigen Standards (z.B. FDX-A, FDX-B, HDX, EM4102) beherrscht und ggf. auch in der Lage ist, die Transpondernummern bereits zu speichern. Zu guter Letzt sollte auch die Bedienung einfach zu erlernen sein.

Wo sollten die Transponder injiziert werden?

Der Transponder sollte nur von erfahrenem Fachpersonal injiziert werden. Bei Haustieren führt dies in der Regel der Tierarzt durch. Wer ein Chipgerät erworben hat, findet die Transponder bei den Tieren an unterschiedlichen Stellen. Gängig sind dabei:

  • Hund: Am Hals, links, subkutan
  • Katze: Am Hals, links, subkutan
  • Pferd: Am Hals, links/mittig, intramuskulär

Hilfe mein Tier mit entlaufen? Was soll ich tun?

Manchmal führt die Neugierde oder der Fluchtreflex einiger Tiere dazu, dass sie weglaufen. Sofern das Tier einen Chip besitzt besteht die große Chance, dass das Tier darüber zugeordnet und zurückgebracht werden kann. Dazu empfiehlt es sich, die Transpondernummer im Vorfeld z.B. beim Verein Tasso e.V. zu registrieren um die Zuordnung nochmals zu erleichtern. Wer zudem eine Mitgliedschaft beantragt unterstützt den Verein und erhält darüber hinaus einmal jährlich den “Tiernotruf”, eine lesenswerte kleine Hundezeitung. Tasso konnte im Jahr 2017 über 62.000 Tiere erfolgreich an ihre Besitzer Rückvermitteln. Tasso ist kostenlos und finanziert sich über Spenden!