Xoloitzcuintle – Mexikanischer Nackthund

So kompliziert sein Name ist, so selten ist auch sein Vorkommen. Der nackte Vierbeiner aus Mexiko ist keine Neuheit, sondern bereits seit mehr als 3000 Jahren verbreitet. Nahezu ein echter Promi ist dieser Hund, da er als Gottheit mit menschlichem Körper oft als Skulptur gefunden worden ist was sich darauf begründet, dass entsprechende Gottheit die Seele der Toten sanft ins Jenseits begleiteten.

Ganz so nackt war dieser Hund jedoch nicht von Anfang an, sondern erst nachdem es Kreuzungen gab mit europäischen Hunden.

Der Körperbau

Mit einer zwischen 45 und 55 Zentimetern variierenden Widerristhöhe gehört der Nackthund zu den mittelgroßen Hunden und dieser Vierbeiner ist in der Regel haarlos. Es kann maximal vorkommen, dass die Rutenspitze ein bisschen spärlich behaart ist und Du auf seiner Stirn ein paar Haare entdeckst. Kälteempfindlich ist diese Rasse übrigens nicht.

Seine Haut ist nicht zwingend einheitlich, die Grundfarbe ist dunkel bis schwarz und einige rosafarbene Flecken können vorkommen.

Dir wird auffallen, dass dieser besondere Hund nicht, wie der Großteil seiner Artgenossen, hechelt. Das liegt daran, dass er schwitzen kann und sich somit nicht über seine Zunge Abkühlung gönnt, sondern direkt über seine Haut am Körper. Also créme Deinen Hund im Sommer ein, der Besuch beim Hundefriseur fällt dafür ja aber weg. Kletten und Flöhe wird Dein Xoloitzcuintle nicht mit Heim bringen, auch Zecken finden seine fellfreie Haut weniger attraktiv.

Die Augen des Xoloitzcuintle sind mandelförmig und er hat Fledermausohren.

Im Wesentlichen ist der Nackthund eher bescheiden, was den Auslauf betrifft, denn er benötigt verhältnismäßig wenig Bewegung. Eindeutig als Familienhund geeignet, ist er Außenstehenden gegenüber eher misstrauisch und würdevoll distanziert, seiner Familie gegenüber ist er anhänglich bis verschmust.

Dieser Vierbeiner ist eher einer, von der ruhigeren Sorte und anpassungsfähig. Bellen wird er wenig, denn zu den Kläffern gehört er nicht.

Wenn Du schon einmal einen Nackthund angefasst hast, wird Dir seine weiche Haut aufgefallen sein, die sich wärmer anfühlt als üblich. Diese Hunde haben aus anatomischen bzw. evolutionär bedingten Gründen eine leicht erhöhte Körpertemperatur, damit sie nicht frieren.

Der Charakter

Da die Haut Deines Lieblings nahezu fellfrei ist, musst Du bitte darauf achten, dass Dein Hund sich keinen Sonnenbrand zuzieht, denn dafür ist er anfällig, da er Sonnenbäder mag.

Fellpflege

Die Haut Deines Hundes ist bei dieser Rasse bedeutend dicker als bei behaarten Tieren. Bodylotion braucht er, aufgrund seiner Vorliebe für Sonnenbäder.

Ein Vorteil der Haarlosigkeit des mexikanischen Nackthundes ist, dass er nahezu so reinlich ist, wie eine Katze. Er putzt sich stets sauber.

Wenn es draußen nass ist, ist der Nackthund binnen zehn Minuten wieder trocken und zittert nicht im nassen Haarkleid.

Abschließend kann ich zum Xolo nur noch sagen, dass die Meinungen über sein Erscheinungsbild sicherlich auseinander gehen mögen, da Geschmäcker nun mal verschieden sind. Dass Qualzucht verboten ist, ist weitreichend bekannt und kein Hund gehört deswegen verurteilt, denn es ist und bleibt eine liebevolle Seele. Und Pflege selbst benötigt schließlich jedes Tier.

Foto © Alexey Kuznetsov – Fotolia.com

Über Daniel 277 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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