Hunderassen

Hunderassen – Die ganze Welt der Hunde

Weltweit schätzt man die Anzahl an verschiedenen Hunderassen auf ca. 1.400. Durch den FCI sind davon ca. 420 anerkannt und offiziell eingetragen. Ist eine Rasse beim FCI gelistet existiert ein Zuchtstandard, der dazu dienen soll, ein möglichst nahes ideal einer Hunderasse zu zeichnen. Er beschreibt neben den optischen Gegebenheiten auch das Wesen und das gewünschte Verhalten. Interessenten haben dadurch Anhaltspunkte, welche Anforderungen erfüllt werden müssen und wie der Hund sich im Alltag höchstwahrscheinlich schlagen wird.

Das findest du bei uns:

Hunderassen - Alle Hunderassen im Portrait - Steckbrief, Fotos und Bilder und alle Informationen zu HundenIn unserem großen Hunderassen Verzeichnis erwarten dich zahlreiche Informationen zu Rassehunden. Wir stellen dir vor, woher die Rasse stammt und wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Natürlich findest du auch Angaben zur Größe des Hundes, seine Lebenserwartung und das Gewicht. Wir möchten dir aber auch einen Einblick und Ausblick geben, wie die Tiere sich bei dir zuhause verhalten. Denn nicht jeder Hund ist im Umgang mit Kindern gleichermaßen sanftmütig.

Andere Hunderassen haben so ihre Problemchen mit anderen Hunden oder Haustieren. Wieder andere sind wahre Sportskanonen, die viel Auslauf benötigen. Außerdem liefern wir dir für jede Rasse erste Tipps zur Ausbildung und zur Erziehung. Und zu guter Letzt findest du bei uns Informationen über das Gesundheitsbild der Rasse. Überzüchtete Hunde leiden häufig an Krankheiten, Missbildungen und Fehlstellungen. Zum Schluss findest du bei unseren Rasse Beschreibungen immer auch eine kleine Zusammenfassung.

Kleine Hunderassen

Kleine Hunderassen sind besonders beliebt als Familienhunde, weil man unterstellt, dass sie einfacher in der Handhabung sind als ihre großen Vertreter. Dennoch gehört auch bei kleinen Hunde etwas Rassekunde hinzu. Denn auch kleine Hunde haben Bedürfnisse, charakterliche Ausprägungen und ihre Stärken und Schwächen. So sind Terrier ursprünglich Jagdhunde, die Fuchs, Dachs und Wild aus ihrem Bau in die Arme der Jäger trieben. Natürlich kommt es stark auf die Zuchtlinie an, ob ein Hund ein ausgerpägtes Jagdverhalten an den Tag legt oder eher ein gemütlicher Genosse ist. Aber auch kleine Hunde brauchen entsprechend ihres Temperaments Beschäftigung und eine Aufgabe.

Unterschiede bei kleinen Hunderassen beachten

Bitte suche deinen Hund nicht nur nach dem Aussehen aus. Ein Laufhund bleibt ein Laufhund, auch wenn er nur 20 cm Widerrist Höhe besitzt. Wenn Du eher jemand bist, der lieber auf der Couch liegt und dem Hundesport nicht zusagt, ist ein Australian Shephard oder ein Border Collie für dich der falsche Hund. Diese Hunde besitzen ein sehr ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis, dass gestillt werden muss. Umgedreht gilt dasselbe. Wenn du ein Haustier suchst, mit dem du sehr viel Sport machen kannst, ist die englische Bulldogge hoffentlich nicht deine erste Wahl. Unterschätze keinesfalls das Bewegungsbedürfnis: Unausgelastete Hunde suchen sich einen Ausgleich, der in der Regel nicht mit den Vorstellungen der Haustier Besitzer im Einklang steht.

Vorteile kleiner Hunderassen

  • Geringere Kosten im Unterhalt für Hundefutter
  • Die Lebenserwartung liegt höher
  • Der Hund erlangt schneller seine geistige Reife
  • Kleine Hunde besitzen weniger Kraft und eignen sich daher auch für körperlich schwächere Personen
  • Nur wenige kleine Hunde stehen auf der Rasseliste
  • Kleine Hunde sind Gesellschaftsfähiger und werden eher toleriert

Die Lebenserwartung für kleine Hunde

Ein großer Pluspunkt – zumindest auf dem Papier – ist die höhere Lebenserwartung für kleine Hunde. Dies ist überdies kein Phänomen, welches nur auf Hunde zutrifft. Auch bei anderen Säugetieren wie Pferden, Ratten oder Mäusen hat diese Aussage Bestand. Kleine Hunde altern nicht so schnell und haben nicht das übermäßige Wachstum, dass ebenfalls ein Grund für den früheren Verlust bei großen Hunden sein kann.

Große Hunderassen

Mit unserer Webseite möchten wir neugierigen und interessierten Lesern einen Überblick über die verschiedenen großen Hunderassen geben. Große Hunde sind für uns solche, die eine Widerrist Höhe von mindestens 40 cm erreichen. Da jede Rasse eine unterschiedliche Historie mit sich bringt und es beim Wesen und Charakter sowie den Bedürfnissen der Tiere bedeutende Unterschiede gibt, stellen wir Ihnen die einzelnen Hunderassen ausführlich mit Bildern vor. So bieten wir dir alles Wissenswerte zur favorisierten Hunderasse.

grosse hunderassen - das bild zeigt zwei vertreter der großen hunde

Unterschiede bei den großen Hunderassen beachten

Wenn Du einen großen Hund kaufen möchtest, ist es sinnvoll, dich vorher intensiv mit den Eigenschaften der infrage kommenden Rassen zu beschäftigen. Denn der Hund muss in deine Welt und deine Lebenssituation passen. Ist dies nicht der Fall, gestaltet sich ein harmonisches Zusammenleben für Hund und Halter schwierig und es kann zu ernsthaften Problemen kommen.

So gibt es Rassen, die aufgrund ihrer genetischen Disposition oder ihrer jahrelangen Züchtung und Sozialisation für Anfänger gänzlich ungeeignet sind und ausschließlich in erfahrene Hundehalter-Hände gehören. Andere große Hunde wiederum eignen sich allein wegen ihres Gewicht von 90 Kilo nur ganz bedingt für zierliche Persönchen, die vielleicht nur 50 Kilo am anderen Ende der Leine der schieren Kraft des Hundes entgegensetzten können.

Auch der Anspruch des Hundes darf bei der Auswahl keinesfalls unberücksichtigt bleiben. Es gibt besonders agile und sportliche Hunderassen, die jeden Tag zu Höchstleistungen gefordert werden wollen, um ein ausgeglichenes Hundewesen entwickeln zu können. Wenn Sie es allerdings lieber ruhig angehen lassen möchten und nicht jeden Tag Joggen, Radeln oder Hundesport (z.B. Agility) ausüben möchten, passt ein derart fordernder Hund nicht zu Ihnen. Es wäre fatal zu glauben, dass Sie das Temperament des Hundes durch Nichtbeachtung seines Naturells zu Ihren Gunsten beeinflussen könnten. Ein Sportler will Sport machen, andernfalls wird der Hund selber für Ausgleich sorgen und in aller Regel geht dies nicht mit den Vorstellungen der Besitzer konform.

Andersherum gilt dasselbe. Wenn Du gerne Sport treiben und Deinen zukünftigen großen Hund gerne zum Radfahren oder Joggen mitnehmen möchten, dann sollte die Rasse kompatibel mit deinen Vorstellungen sein.

Auch gibt es Hunde, die in einer Stadtwohnung eher glücklich werden als (die meisten) andere(n) Hunde. Ein Hund wie der Mastiff ist absolut fehl am Platz, wenn er im vierten Stock eines Mietshauses wohnt und täglich mehrfach Treppen steigen muss.

Das liebe Geld – Anschaffungskosten, Futter, Steuer

Die Anschaffungskosten für einen großen Hund sind nicht zwingend höher oder niedriger als bei kleinen Hunden. Der Preis, den Züchter aufrufen, wird von anderen Faktoren bestimmt. In der Regel regelt der Markt sich hier selbst. Gibt es wenige (seriöse) Züchter und viele potentielle Interessenten liegt der Preis höher als bei Hunderassen, bei denen es viele Züchter und wenige Nachfrager gibt.

Im Unterhalt verursacht ein großer Hund jedoch höhere Kosten, wenn auch die Aussage etwas pauschalisiert wirkt. Dennoch sollten Sie folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Große Hunde essen logischerweise viel mehr als kleine Hunde.
  • Große Hunde können aufgrund ihres höheren Gewichtes  häufiger orthopädische Probleme mit den Gelenken und Bändern bekommen.
  • Für große Hunde sind die – an das Gewicht angepassten – tierärztlichen Medikamenten Rationen teurer.
  • Für große Hunderassen sind viele – in unterschiedlichen Größen erhältlichen – Zubehörartikel (vom Kauknochen bis zum Hundekorb) entsprechend teurer.
  • Viele Vertreter der großen Hunderassen finden sich auf sogenannten Rasselisten wieder. Diese Hunde werden in einigen Bundesländern und Kommunen mit einer vielfach höheren Hundesteuer bedacht.

Die Lebenserwartung für große Hunde

Auch wenn es den ein oder anderen Methusalem unter den großen Hunden immer wieder gibt, so muss doch ausgesprochen werden, dass große Hunderassen früher sterben bzw. sie oftmals nicht so alt wie kleine Hunde werden. Dr. Cornelia Kraus von der Uni Göttingen führt in einer Studie aus dem Jahr 2013 an, dass die statistische Lebenserwartung bei großen Hunden bei 5 – 8 Jahren liegt. In dieser Studie wird angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem übermäßig schnellen Wachstum und der Lebenserwartung gibt. Große Hunde altern demnach wie im Zeitraffer.

Besitzer einiger großer Hunderassen (exemplarisch sind hier die Bordeaux Dogge und die Deutsche Dogge zu nennen) wissen um die hohe Sterblichkeit unterhalb des Durchschnittsalters bedingt durch Faktoren wie Magendrehungen oder Krebs.

Natürlich gibt es zu Genüge auch positive Beispiele von großen Hunden, die ein langes, gesundes und bis ins hohe Alter glückliches langes Hundeleben führen. Dennoch muss man sich im Vorfeld damit auseinandersetzen und wohlweislich überlegen, ob man das Risiko in Kauf nehmen möchte, sich bereits nach nur wenigen Jahren viel zu früh von seinem geliebten vierbeinigen Partner verabschieden zu müssen.

Mit den Reaktionen der Umwelt leben

Als Halter großer Hunde werden Sie oftmals auf Vorurteile stoßen. Große Hunde wirken auf den Rest der Bevölkerung bedrohlicher und gefährlicher als ihre kleineren Artgenossen. Das legt Ihnen als Hundehalter die Bürde einer konsequenten und guten Hundeerziehung auf, um überall – ob bei Freunden, im Restaurant oder auf der Hundewiese – mit Ihrem tierischen Freund willkommen zu sein. Außerdem stehen viele große Hunderassen auf sogenannten Rasselisten, was ebenfalls für Gesprächsstoff in der Nachbarschaft sorgt, wenn ein „Listenhund“ jetzt nebenan wohnt.

Zusammenfassung

Es gibt ein Vielzahl an großen Hunderassen. Lassen Sie sich bei der Auswahl der richtigen Rasse Zeit und stöbern Sie in aller Ruhe durch die Profile. Suchen Sie sich Ihren Hund bitte nie allein nach der Optik aus – unsere Tierheime sind bereits voll genug. Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein und wägen Sie alle Faktoren bei der Auswahl des passenden Hundes ab. Wir helfen Ihnen dabei und stehen Ihnen mit Rat und Tat gerne  zur Seite.