Das „Ausleihen“ eines Hundes…

Jetzt kommt´s – die Autorin des Hundemagazins hat endgültig nicht mehr alle Kerzen auf der Torte! 🙂 Das wird wohl vereinzelt durchaus ein Leser bei dieser Überschrift gedacht haben. Aber nein – es geht Mitnichten darum, seinen Hund auszuborgen oder sich vom Kumpel oder der Freundin den treuen Vierbeiner zu leihen, um womöglich im Park ein nettes Date aufzureißen. Ganz und gar nicht. Denn es geht gar nicht um den Menschen. Sondern um den Hund. Und zwar den, der – leider – im Tierheim leben muss. Denn hier gibt es die Möglichkeit, sich in aller Regelmäßigkeit einen Hund auszuborgen, um mit ihm einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen. Sollten sich natürlich Hund und Borge-Herrchen oder –Frauchen sehr gut verstehen und es machbar sein, kann man sich so auch beschnuppern und ganz vielleicht bekommt ja so der eine oder andere Vierbeiner tatsächlich sogar ein neues, endgültiges Zuhause, wie es doch jedes Fellkind auch verdient hat.

Wie funktioniert das Ganze?

Man übernimmt sozusagen eine Teilzeit-Patenschaft für den Hund, indem man ihm eben ein paar schöne Stunden beschert. Diese Hilfe nehmen Tierheime und deren Pfleger im Allgemeinen ausgesprochen gerne an, in der Hoffnung, dass sich daraus dann folglich eine Übernahme des Tieres entwickelt, was ja auch für alle Beteiligten absolut wünschenswert wäre.

Um zu schauen, ob die gegenseitige Sympathie vorhanden ist, kannst Du also im Tierheim anfragen, ob dort sowas denkbar ist oder sogar bereits angeboten wird. Ich kenne ein Tierheim, in dem jeden 2. Sonntag des Monats so eine Art Tag der offenen Tür stattfindet, wo sich mehrere potentielle, zukünftige Hundehalter einfinden, um dann mit den Hunden eine große Spazierrunde zu unternehmen.

Welche Zweck hat das „Ausborgen“?

Zum einen können die Pfleger in dieser Zeit Aufgaben erledigen zu denen sie sonst nicht kommen, weil ja die Boxen beispielsweise allesamt belegt sind.

Zudem wird – selbstverständlich – darauf gehofft, dass sich während eines idyllischen Spazierganges eine echte Freundschaft zwischen Hund und Mensch anbahnt und so einige Tiere vermittelt werden können.
So oder so jedoch wird sich immer gefreut, wenn jemand freiwillig was tut und den Hunden ein paar schöne Stunden an der frischen Luft ermöglicht.

Ich kann nach dem Borge-Tag dieses tolle Tier unmöglich wieder zurückgeben. Was nun?

Dann tu es nicht 🙂 Tiere brauchen Regeln, Riten und Beständigkeit. Immer wieder kehrendes Ausleihen und Wiederabgeben wäre ein wirklich trauriges Schicksal für das Fellkind.

Also gilt: Erst genau überlegen, in Anbetracht sämtlicher Aspekte und ich Bezugnahme aller Meinungen der Familienmitglieder. Varianten für Notfallpläne (Was, wenn Du krank wirst und mal nicht rausgehen kannst mit dem Hund? Können das Freunde übernehmen?) und auch die berufliche Situation muss passen. Mit viel Glück erlaubt der Arbeitgeber dass Dein Hund mit zur Arbeit kommt und womöglich kannst Du zur Eingewöhnung sogar ein bisschen Urlaub nehmen.

Über Daniel 322 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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