Gewusst wie: Hunde müssen nicht teuer sein, aber…

Erfahrene Hundehalter werden bereits öfter gehört haben, dass sich Hunde und kleine Kinder mitunter gleichen. Ohne weiter auf diese Theorie eingehen zu wollen, möchte ich festgehalten, dass sich Überschneidungen zumindest hinsichtlich einiger Kostenpunkte zeigen können. Doch wie für Menschen gibt es auch bezüglich Hunde die Möglichkeit, exorbitante Ausgaben zu umgehen und Kosten einzusparen.

Drei Hunde als Osterhasen verkleidet in einer Reihe auf einem Feld; vor den Hunden steht ein Osterkorb mit bunten Eiern und einem „Happy Easter“-Schild
Was brauchen Hunde und wie teuer werden die Anschaffungen am Ende? Bild: Spiritze / Pixabay

Was braucht ein Hund – wirklich?

Sicher, wer schon länger einen Hund hat oder hatte, sich einen neuen treuen Begleiter zulegt oder sein Rudel einfach erweitern möchte, wird viele notwendige Hundeutensilien bereits besitzen und wissen, welche Kosten auf ihn zukommen können.

Wer allerdings noch niemals einen Vierbeiner besessen hat, der dürfte im Überangebot, was verschiedenes Hundezubehör anbelangt, schnell die Übersicht verlieren. Zudem sind die Preissegmente selbst für das Basisequipment nach oben offen – legt man es darauf an, können ganze Vermögen in Hundeutensilien investiert werden.

Doch dies muss selbstverständlich nicht sein. Anders als der Mensch haben Hunde unabhängig ihrer Rasse nämlich andere und – im Regelfall – rudimentärere Bedürfnisse als der Homo sapiens. Nichtsdestotrotz verlangt ein gesamtes Hundeleben auch dann einige Investitionen, sollten Herrchen und Frauchen sich auf die vielzitierten Basics beschränken.

Diese Kostenpunkte kommen auf Hundebesitzer zu

  • Anschaffungspreis für den Hund selbst
  • Ruhestätte/Körbchen
  • Utensilien zum Ausführen des Hundes (Leine, Halsband etc.)
  • Pflegebedarf (Kamm usw.)
  • Fress-Utensilien (Napf, Futter usw.)
  • Kleidung (z.B. im Winter)
  • Versicherungen
  • Hundesteuer
  • Gesundheit (Arzt, Impfung, Entwurmung etc.)
  • Urlaub (z.B. Extrakosten für Hotelzimmerreinigung)
  • Sport- und Freizeitequipment (Spielzeug, Hundeverein etc.)
  • Erziehung / Kastration
  • Komfort
  • v.m.

In einem Blogeintrag hatten wir euch bereits vorgerechnet, mit welchen Kosten ihr bei einem zehnjährigen Hundeleben rechnen solltet. Treue Leser werden sich an mein Fazit erinnern:

                „Wie die Auflistung zeigt, sind 50.000 € auf ein 10-jähriges Hundeleben möglich. Und bei einigen Positionen, wie bspw. den Hundedecken, dem Hundekörbchen oder dem Spielzeug,  bleibt es durch Verschleiß, Kauflust und „sich etwas gönnen” kaum bei den genannten Werten. Ebenfalls nicht berücksichtigt ist der Faktor Zeit, den ein Hund kostet.“

 Drei Grandiose Spartipps für Zwei- und Vierbeiner

Wo liegen nun also die Sparpotentiale versteckt? Gibt es diese denn überhaupt? Natürlich. Grundsätzlich solltet ihr als Hundehalter immer selbst entscheiden, wie viel Geld ihr ausgeben könnt und wollt. Wichtig ist aber vor allem eines: Bedenkt, dass ein Hund ein Lebewesen ist und ebenso wie der Mensch nicht steuer- oder ausschaltbare Bedürfnisse mitbringt – insbesondere als Welpe.

Legt euch, bitte, nur einen Hund zu, wenn ihr gewährleisten könnt, euer neues Familienmitglied adäquat versorgen zu können!

#1: Sucht nach kostenlosen Proben, Waren oder zu verschenkenden Hunde-Artikeln!

Wie geht ihr für gewöhnlich vor, wenn ihr für euch selbst eine neue Anschaffung tätigen möchtet? Sicher kauft ihr nicht sofort das erste Produkt, das euch angeboten wird, gerade wenn ihr online einkauft. So solltet ihr auch bei Artikeln für euren Hund verfahren.

Dass Preise gleicher oder ähnlicher Artikel heutzutage einfach im Internet verglichen werden können, muss ich nicht extra erwähnen. Wusstet ihr aber, dass ihr teils keinen Cent bezahlen müsst? Sucht einmal nach Begriffen wie Gratisproben Tierfutter oder Ähnlichem im Internet über Google oder eine andere Suchmaschine.

Ihr werdet überrascht sein, wie viele Unternehmen euch mitunter hochwertige und an und für sich teure Produkte „schenken“ bzw. kostenlos als Probeartikel zur Verfügung stellen.

#2: Legt euch ein Hunde-Sparkonto an!

Ich bin mir sicher, dass ihr auf irgendeine Art und Weise für euch selbst Geld spart bzw. zurücklegt, sei es, weil ihr eine Rücklage für schlechte Zeiten aufbauen möchtet oder einen ganz bestimmten Wunsch hegt, den ihr euch auf Anhieb nicht leisten könnt. Warum also macht ihr nicht dasselbe für euren Hund?

Ich persönlich empfehle, eine Art Hunde-Sparkonto zu eröffnen. Sparkonten könnt ihr bei den meisten Banken kostenlos anlegen, erst recht, wenn ihr bei der jeweiligen Bank ohnehin Kunde seid und dort beispielsweise euer Girokonto führt.

Mit ungefähr 30 Euro im Monat solltet ihr dann bereits bestens abgesichert sein, möchtet ihr eurem Hund irgendwann etwas Besonderes oder Hochwertiges kaufen, mit ihm in den Urlaub reisen oder ähnlich exklusive Vorhaben verwirklichen.

Euer Erspartes solltet ihr aber ausschließlich für Sonderinvestitionen nutzen, nicht für den alltäglichen Einkauf, nicht also für Futter oder Mitgliedsbeiträge im Hundesportverein.

#3: Lebt nach dem Prinzipien Minimalismus & Nachhaltigkeit!

Ich gebe ohne Widerworte zu, dass selbstredend auch ich dann und wann nicht widerstehen kann und meinem Hund eine Kleinigkeit kaufe, die ihm vielleicht gar nicht so wichtig ist, mir aber das Gefühl gibt, ihm etwas Gutes getan zu haben.

Allerdings sollten sich derartige Geschenke in Grenzen halten, denn auf Dauer sind es eben jene Extras, die langfristig die eigene Geldbörse überstrapazieren.

Haltet es mit der Hundeausstattung besser minimalistisch. So spart ihr Geld und euer Hund ist trotzdem nicht unzufriedener. Übrigens lassen sich hundegerechte Aufmerksamkeiten, beispielsweise zu Ostern, auch ohne viel Kapital realisieren. Schaut selbst:

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Ob Silvester, Ostern oder Neujahr – auch der Hund feiert mit. Mit diesem praktischen Osterei-Tipp hat euer Hund aber nicht nur Spaß bei der Eiersuche, sondern freut sich auch über den Fund.

Vielmehr sollte der Fokus darauf liegen, Hundeequipment tatsächlich möglichst solange zu nutzen, bis es einfach nicht mehr geht. Hunde sorgen sich wenig um ihr Äußeres und benötigen kein besonders hübsches Halsband.

Einen Neukauf solltet ihr tatsächlich erst vornehmen, wenn es zwingend notwendig ist – Stichwort: Nachhaltigkeit. Mein Tipp lautet daher: lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und dafür Produkte zu kaufen, die nicht bereits nach der fünften Benutzung kaputtgehen.

Fazit: Spart und seid clever wie euer Hund

Ich hoffe, euch gezeigt zu haben, dass pfiffige Optionen existieren, um ohne großen Aufwand bare Münze sparen zu können, wenn es sich um euren Hund dreht. Sicher habe ich euch lediglich einen kleinen Ausschnitt aller Sparmöglichkeiten vorstellen können, ich bin mir jedoch sicher, dass noch der ein oder andere Spartipp in den Kommentaren anderer Leser zu finden sein wird. Natürlich freuen wir uns, wenn auch ihr noch einige Tipps für uns parat habt.

Über Daniel 306 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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