Hunde im Fußballstadion

hund im fussballstadion

In Bundesligastadien wie der Veltins-Arena Auf Schalke in Gelsenkirchen oder dem Signal Iduna Park in Dortmund sieht man selten Hunde. Wenn überhaupt, dann handelt es sich um Hunde der Polizei. In den niederen Spielklassen sind Hunde durchaus auch beim Fußball anzutreffen. Dabei gibt es im Ausland und insbesondere bei Sportarten wie American Football bereits ganze Events, wo Hund und Halter ins Stadion gelassen werden.

Warum sieht man Hunde so selten in Fußballstadien

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Stadion Betreiber schließen das Mitführen von Hunden in der Regel bereits aus. Exemplarisch habe ich mir die Veltins Arena Hausordnung näher angeschaut. In der Allgemeinen Stadionordnung steht unter §5 Verbote, dass das Mitführen von Sachen untersaft ist. Neben Waffen, Feuerwerkskörpern und Laser-Pointern ist auch das Mitführen von Tieren verboten. Diese Hinweise finden sich bei den meisten Bundesligisten in gleicher oder ähnlicher Form wieder.

Einige Vereine wie zB. die TSG 1899 Hoffenheim verbieten Tiere ebenfalls per Hausordnung, führen jedoch auch Ausnahmen mit auf. Diese gelten für Dienst- und Blindenhunde. Auch beim FSV Mainz 05 scheinen Blindenhunde willkommen, wenngleich die Stadionordnung Tiere ebenfalls ausschließt. Der FC Union Berlin gewährt in seinen AGB bspw. Sondererlaubnisse auf Antrag.

Als Hundeliebhaber und Fußballfan kann ich absolut nachvollziehen, dass Hunde im Stadion bzw. bei Großveranstaltungen verboten sind. Für Hunde sind solche Veranstaltungen viel zu laut, zu stressig und bieten keinen Mehrwert. Auch das Beinheben ist schlichtweg nicht möglich.

Selten aber nicht ausgeschlossen

Was im Bundesliga Alltag nicht realisierbar scheint, ist an besonderen Anlässen auch im Fußball möglich. Denn Ausnahmen bestätigen die Regel. Im sächsischen Dresden beispielsweise wurde im Jahre 2013 für das Laureus Benefizspiel eine extra Hunde Tribüne eingerichtet.

Hunde im Stadion sind dabei gar nicht so unüblich. In 2016 lud das Niederrhein-Stadion abseits des Fußballbetriebs zu einem Großevent für Hundebegeisterte. Die Meisterschaft der Schäferhunde wurde nämlich ausgetragen und so konnten auch die Hunde mal echte Bundesliga Luft schnuppern und den heiligen Fußballrasen nutzen um ihrerseits das Publikum und die Fans zu begeistern.

Sportarten und Events die einen Stadionbesuch mit Hund ermöglichen

Was beim hochklassigen Fußball und genereller in Deutschland kaum für möglich gehalten wird, wird andernorts zelebriert. Unter dem Stichwort Bark in the Park wird in den USA an ausgewählten Spieltagen beim Baseball und American Football gestattet, seine Hunde mit ins Stadion zu nehmen. Die Erlöse gehen dabei an Tierschutzorganisationen.

Tipps für den Stadionbesuch mit Hund

Besucht man die Stadien und Fußballplätze der Kreisligen oder Spiele ist das Mitführen von Hunden durchaus möglich. Auch beim American Football sind Hunde übrigens vielfach erlaubt, zumindest in NRW, wie ich unter nrwfootball.de recherchieren konnte.

  • Der Hund sollte beim Besuch eines Fußballspiels jedoch unbedingt an der Leine geführt werden, wie es in der Regel auch durch die Hausordnung der Stadionbetreiber vorgesehen wird.
  • Wer den Fußballplatz mit dem Fahrrad besucht und einen Hundefahrradanhänger besitzt hat die optimale Lösung gleich mit dabei. Denn hier kann der Hund in gewohnter Umgebung unter Menschen dem Treiben beiwohnen. Genauso empfehlenswert ist der Hundebuggy. Hier ist man nicht auf ein Fahrrad angewiesen und kann seinem Hund ebenfalls einen sicheren und mobilen Sitzplatz bieten.
  • Auch das Mitführen eines Maulkorb ist ratsam
  • Bevor der Fußball Platz betreten wird sollte der Hund sich erleichtert haben
  • Bei hohen Temperaturen sollte der Hund die Möglichkeit haben, Wasser aufzunehmen
  • Schattenplätze aufsuchen

Ein Fußballspiel ist in der Regel laut und wird von vielen Menschen besucht. Für den Hund bedeutet dies natürlich ein erhöhtes Stresslevel. Hunde, die gerne jagen werden durch die Akteure und den Ball auf dem Platz zum Mitrennen und Wetteifern animiert. Der Hund sollte keinesfalls aus den Augen gelassen werden und mit kurzer Leine geführt werden. Dadurch fühlt sich dein Hund unter den vielen lauten Menschen gleich viel sicherer.

Zwar werden wir auch in Zukunft bei Spielen des FC Schalke 04, Borussia Dortmund und Bayern München auf Hunde im Stadion verzichten müssen, aber man sollte seine Hobbies an der Stelle schlichtweg trennen. Hund ist Hund, Fußball ist Fußball.

Und wer genug vom Stadionbesuch hat, kann es sich mit Hund auch zuhause gemütlich machen. Das passende Hundesofa vorausgesetzt.

Über Daniel 277 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*