Dänemark – Gesetzesänderung für Touristen Hunde in Planung?

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Dass das Hundegesetz in Dänemark für viele Touristen abschreckend wirkt und regelmäßig in sozialen Netzwerken thematisiert wird ist nichts Neues. Schließlich gilt das Hundegesetz in Dänemark als eines der Strengsten weltweit. Dreizehn Hunderassen gelten in Dänemark als streng verboten und dürfen von der Polizei beschlagnahmt und eingeschläfert werden. Hunde die in Beißvorfälle verwickelt sind können bisher ein ähnliches Schicksal erleiden.

Neues Gesetz für Hunde von Touristen in Sicht?

Am 17. August postet die mir bis dato unbekannte Quelle „Der Nordschleswiger“, dass das Hundegesetz durch den Umwelt- und Nahrungmittelminister Esben Lunde Larsen (V) geändert werden soll. Der Quelle folgend heißt es, das ausländischen Hundehaltern zukünftig die Möglichkeit eingeräumt wird, ihr Tier außer Landes zu bringen, um einer Einschläferung durch die Behörden zu entgehen.

Eine dänische Newsseite, die mir ebenfalls vorher nicht bekannt war, berichtet zudem, dass der Gesetzesentwurf bereits eingereicht ist und eine Umsetzung zum 05. Oktober diesen Jahres erwartet wird.

Sollte das Gesetz tatsächlich geändert werden, wäre dies ein touristischer Paukenschlag für Hundebesitzer. Zumindest für Touristen, die in gutem Glauben nach Dänemark reisen ohne die dortige Gesetzeslage im Detail zu kennen.

Grund und Auslöser scheint der Hund „A-Iceberg“ zu sein, der einer Rasse angehört die in Dänemark verboten ist und auf seine Tötung wartete. Ein Petition und zahlreiche Medienberichte später scheint sich das Blatt doch noch zum Guten zu wenden. Ich betone ausdrücklich, dass ich die dänischen Quellen mit einer Übersetzungssoftware übersetzt habe und ich nicht ausschließen kann, das Fehler bei der Übersetzung und Interpretation passiert sind. Aber es ist etwas im Gange und jeder kann die Quellen selbst einsehen.

Zuletzt wurde das Gesetz im Jahr 2014 novelliert, allerdings reichte das vielen Hundebesitzern nicht.

Update 19.08.2017:

  • Dies gilt (siehe Kommentar) mutmaßlich jedoch nur für die eingeführten Hunde, die auf der dänischen Rasseliste stehen, nicht für Hunde die in einen Beißvorfall verwickelt sind.
  • Der Gesetzesentwurf wurde noch nicht beim Parlament eingereicht

13 Rassen auf der Todesliste

Die folgenden 13 Hunderassen und deren Kreuzungen dürfen nicht nach Dänemark einreisen!

Quellen zur aktuellen Nachrichtenlage

Quellen zum dänischen Hundegesetz

Über Daniel 282 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

4 Kommentare zu Dänemark – Gesetzesänderung für Touristen Hunde in Planung?

  1. Und trotzdem sollte man Dänemark weiterhin meiden. Das Gesetz ändern ist gut, aber warum nur für die Touristen Hunde? Damit Dänemark nicht pleite geht? Das Gesetz muss ganz gekippt werden egal welchem Land der Hund angehört!

    • Sollte sich bestätigen, dass das Gesetz angepasst wird, ist es zumindest ein Teilerfolg. Ich würde mich sehr für die Hunde freuen, die demnächst nur noch des Landes verwiesen und nicht mehr getötet werden. Dass das Gesetz absolut tierunwürdig ist steht außer Diskussion.

  2. Vielen Dank für die vorsichtige Ausdrucksweise in diesem Artikel. Denn der Artikel im Nordschleswiger ist leider nicht ganz korrekt.

    Es ist eine Änderung des dänischen Hundegesetzes für Touristenhunde in Planung. Allerdings ist der Änderungsvorschlag noch nicht beim Parlament eingereicht. Zudem bezieht sich die Änderung auch nicht auf Beißvorfälle, wie es im Artikel des Nordschleswiger steht, sondern auf den Rasseparagraphen.

    Wir werden heute noch auf unserer öffentlichen Seite berichten (https://www.facebook.com/Verein.FairDog/ ).

    MfG Nicole Gruber-Krohm
    Deutsche Vertretung von Foreningen Fair Dog.

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