Hilfe, mein Hund stinkt!

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Hunde riechen nun mal nach Hund, das steht außer Frage. Die meisten Vierbeiner duften ausgesprochen intensiv, sobald deren Fell feucht wird. Das ist vor allm unangenehm, nach verregneten Spaziergängen. Oft reicht es auch schon aus, wenn nur das Gras nass ist von vorhergehenden Regen. Doch nicht nur dann kann ein Hund müffeln, auch im trockenen Zustand kann das sehr unangenehm sein. Und: Es gibt Hund – das weiß ich aus eigener Erfahrung – die echte Käsefüße haben. Selbstverständlich kann dafür das Tier nichts und auch nicht zwingend der Halter denn es ist davon auszugehen, dass die Tiere gepflegt und regelmäßig gebadet werden. Doch jeden Tag geht auch das nicht.

Woher kommt der typische Geruch?

Es kann mindestens drei Ursachen für schlechte Gerüche beim Hund geben:

Die meisten Hundebesitzer kennen das, wenn es nach nassem Hund riecht. Das ist nicht immer angenehm, vor allem dann, wenn Besuch im Haus ist. Bei einigen Tieren riecht das Fell sogar erst im trockenen Zustand derart. Im Allgemeinen sollte sich das jedoch in Grenzen halten. Wenn es dauerhaft riecht, sollte nach der Ursache dafür gesucht werden. Immerhin kann es auch sein, dass es sich um ein grundlegend gesundheitliches Problem handelt oder das Hundefutter gewechselt werden muss. Auch Milben, Dermatitis und natürlich Wunden können Gestank mit sich bringen. Es gibt hierfür auch extra antifungale Hundeshampoos. Im Zweifelsfall sollte der Tierarzt um Rat gefragt werden.

Dann können auch Ohren oder die Zähne schlecht riechen. Handelt es sich um die Ohren, rate ich von Experimenten ab und dafür stattdessen zu einem Besuch beim Arzt. Hat sich hier eine Entzündung eingeschlichen, sollte das definitiv behandelt werden.

Riecht Dein Hund schlecht aus dem Maul, kann es sich um einen schlechten Zahn oder krankes Zahnfleisch handeln, aber auch um Magenprobleme. Beobachte also auch bitte, ob Dein Hund gut verdaut, Durchfälle wie Verstopfung sind eben nicht normal und auch nicht, wenn Dein Liebling ab und zu ein paar Tropfen Urin verliert.

Was tut man gegen Käsefüße beim Hund?

Ja, Hunde haben auch Schweißfüße. Obwohl sie keine Schuhe tragen. Und dafür müssen sie auch keineswegs übergewichtig sein.

Ein Salbeiaufguss kann Abhilfe schaffen. Dazu sollte Dein Hund sich für etwa 20 Minuten in den Aufguss stellen. Womöglich klappt das besser, wenn Du ihn unterdessen striegelst, falls er das sehr gern mag. Auch gibt es gegen den miesen Pfotengeruch homöopathische Mittel, die über zwei Wochen hinweg verabreicht werden müssen.

Meist jedoch liegt es an bestimmten Ölen, die sich im Hundefutter befinden. Darüber solltest Du mit dem Tierarzt sprechen und danach eventuell das Futter umstellen.

Welche Pflegetipps sollten beherzigt werden?

Wöchentliches Baden ist nicht gut. Bitte verzichte auf extreme Hygiene, Du wäschst sonst Deinem Liebling regelrecht jede Schutzschicht herunter. Regelmäßiges, gern tägliches Brüsten wird Dein Hund genießen und die alte Unterwolle kommt wieder runter, sodass dort keine Gerüche mehr entstehen können.

Wenn Dein Hund extrem riecht, ist ein Gang zum Tierarzt notwendig, um das abzuklären. Denn eines sollte gesagt sein: Ein Hund riecht nach Hund, ganz klar, aber nicht derart krankhaft, dass es Dich als seinen Halter so stören sollte. Ursachenforschung ist also das A und O.

Pflege zudem bezieht sich nicht nur auf körperliche Hygiene. Bitte beobachte auch, ob Dein Liebling tobt, ausgelassen ist, spielen mag und einfach rundum fit wirkt.

Und: Für einen gesunden Körper und somit im Ursprung für einen gesunden Darm bedarf es auch gesundes Futter.

Über Daniel 284 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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