Gassi gehen in Herbst und Winter: Sicherheit im Dunklen

Die täglichen Spaziergänge in Herbst und Winter mit dem Hund finden häufig im Dunklen statt, wenigstens die späte Abendrunde muss ohne Tageslicht auskommen. Was für Radfahrer selbstverständlich ist, sollte auch für Hunde und ihre menschlichen Begleiter zum Alltag gehören – eine reflektierende, leuchtende Ausrüstung, um sicher durch die kalten Monate zu kommen.

Gefahr für den Hund, seinen Halter und andere

In der Dunkelheit passieren vermehrt Unfälle wegen der verminderten Sichtverhältnisse. Wer etwas weiterdenkt stellt außerdem fest, dass zur erhöhten Unfallstatistik der Leichtsinn der Menschen maßgeblich beiträgt. Schlecht gewählte, dunkle Kleidung und der Mangel am Gebrauch von Hilfsmitteln, um gesehen zu werden, erhöhen das Gefahrenrisiko in der Nacht. Das Foto rechts verdeutlicht, wie schwer beispielsweise ein Hund im Dunkeln erkannt werden kann.

Spaziergänger, Hundebesitzer und ihre Tiere sollten lieber die sichere Methode wählen und sich für die Dunkelheit rüsten. Nicht nur, dass Hundehalter sich und ihre Vierbeiner ohne entsprechende Ausrüstung gefährden, insbesondere unbeteiligte Radfahrer stoßen häufig mit schwer erkennbaren Hunden in den Herbst- und Winternächten zusammen. Die Verantwortung für die eventuellen Verletzungen und den Schaden liegen dann in der Regel beim Hundehalter.

Auf die richtige Ausrüstung kommt es an

Besonders schwer zu sehen sind Hunde mit schwarzem Fell. Sie tauchen praktisch in der Dunkelheit unter und bleiben von Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern unentdeckt. Zudem haben es ihre Frauchen oder Herrchen schwer, ihre schwarzfelligen Hunde in dunklen Ecken fernab von Straßenlaternen und anderen Lichtquellen beim Freilauf zu erkennen. Das gilt übrigens auch für hellere Hunde. Dennoch braucht jeder Vierbeiner ausreichende Möglichkeiten, um in den dunklen Jahreszeiten genügend Bewegung und Sozialkontakte pflegen zu können.

Die Lösung ist eine gute Ausstattung für den Hund und seinen Begleiter, die dafür sorgt, von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden und ein sicheres Gassigehen in der Dunkelheit ermöglicht. Die wichtigsten Methoden für mehr Sicherheit in den früh hereinbrechenden Nächten von Herbst und Winter haben wir für Sie zusammengefasst. Besonders gut gerüstet sind Sie, wenn Sie verschiedene der folgenden Optionen sinnvoll kombinieren.

Herbst- und Winterausrüstung für den Hund

Blinkende / leuchtende Halsbänder: Spezielle Halsbänder sind mit Leuchtdioden (LED) versehen und machen so auf das Tier aufmerksam. Manche Leuchthalsbänder werden nur zusätzlich zum eigentlichen Halsband locker angelegt, andere ersetzen komplett das Halsband, das üblicherweise im Gebrauch ist. Solche Halsbänder sind nicht nur, aber eher für kurzhaarige Rassen und Mischlingshunde geeignet, denn von sehr langem Fell kann das Leuchthalsband verdeckt werden und an Wirkung verlieren.

Blinkende / leuchtende Anhänger: Blinkende Anhänger werden am Halsband oder am Hundegeschirr befestigt. Wer diese Lösung in Anspruch nehmen möchte, sollte mehrere Leuchtanhänger anbringen, sodass der Hund von beiden Seiten und am besten auch von vorne anderen entgegenleuchtet.

– Nachteile von blinkenden Schutzmaßnahmen: Der Hund und seine Artgenossen sind eventuell vom Blinken und Leuchten irritiert, was sich negativ auf die Freude am Spazierengehen oder am Interagieren mit anderen Hunden auswirken kann. Zudem benötigen diese Leuchtmittel in der Regel Batterien oder Akkus, die rechtzeitig erneuert oder aufgeladen werden müssen, damit sie nicht während des Einsatzes versagen.

Reflektierende Halsbänder: Reflektierende Halsbänder bestehen aus einem Material, das darauf fallendes Licht zurückwirft und so auf den Hund aufmerksam macht. Auch hier haben langhaarige Hunde oft das Problem, dass ihr Fell das Halsband zu sehr bedeckt, also ist ein reflektierendes Halsband ebenfalls eher für kurzhaarige Hunde geeignet.

Reflektierende Hundegeschirre: Das Material von reflektierenden Hundegeschirren wirft ebenfalls Licht zurück. Im Gegensatz zum reflektierenden Halsband ist die Fläche größer und befindet sich auf beiden Seiten des Hundes und nicht nur am Hals.

Reflektierende Hundwesten: Eine Schutzweste, die dem Hund über den Rücken gebunden wird, ist sehr großflächig und daher eine der sichersten, reflektierenden Schutzlösungen. Zudem bewahrt sie den Hund bei starkem Regen vor zu viel Nässe und spart dem Halter langes Abtrocknen.

Reflektierendes Halstuch für Hunde: Eine sinnvolle Ergänzung zu allen genannten Variationen ist ein reflektierendes Halstuch, das dem Hund umgebunden wird und ihn gut für andere erkennbar macht, selbst wenn er geradewegs auf jemanden zuläuft.

Sichtbare Verbindung durch eine reflektierende Leine: Hund und Halter sind mit einer reflektierenden Hundeleine als Team erkennbar. Jeder sieht: „Hier geht jemand mit seinem Hund spazieren!“

– Nachteil von reflektierenden Schutzmaßnahmen: Die reflektierenden Materialien wirken nur, wenn Lichtquellen wie Autoscheinwerfer oder Laternen vorhanden sind und auf den Hund scheinen.

Ausrüstung für Hundebesitzer

Viele Hundebesitzer denken zuerst an die Sicherheit ihres geliebten Tieres. Doch auch der Halter sollte sich vor den Gefahren der Dunkelheit schützen. Reflektierende Armbinden, Reflexgurte oder Schutzwesten sind für Gassi-Geher sinnvolle Maßnahmen, um erkannt zu werden. Helle Kleidung mit reflektierenden Elementen und auch blinkende Anhänger machen ihn im Dunkeln für dritte sichtbar. Vielleicht wird man dafür belächelt, jedoch erkennen immer mehr Leute, dass diese Möglichkeiten Leben retten und vor Schaden bewahren.

Statten auch Sie Ihren Hund und sich mit leuchtenden und / oder reflektierenden Hilfsmitteln aus. Dieses einfach anzuwendende Zubehör wirkt effektiv, Sie schützen damit Ihren Hund und sich sowie andere Verkehrsteilnehmer. Zudem halten Sie beim Freilauf den Sichtkontakt zu Ihrem Tier.

Über Daniel 314 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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