Hunde füttern – Welcher Napf ist der beste?

Der passende FutternapfJeder Hundebesitzer kennt die Situation: Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit Bällchen werfen und schnüffeln in den Büschen, stürzt sich der Vierbeiner zu Hause auf seinen Trinknapf, schlabbert gierig das Wasser und einige Tropfen landen nicht im Maul, sondern auf dem Boden. Auch beim Fressen neigt manch kalte Schnauze dazu, die Hundenahrung versehentlich um das hündische Essgeschirr zu verteilen. Das Beseitigen der Spuren vom großen Fressen und Saufen bleibt Herrchen und Frauchen überlassen, während sich der Fellträger auf seinem Bettchen ausruht.

Hundebesitzer, die mit den zu Hause vorhandenen Näpfen für Futter und Wasser gute Erfahrungen gemacht haben, werden nicht darüber nachdenken, welche Art von Näpfen eine bessere Alternative sein kann. Besteht jedoch Unzufriedenheit oder es soll der erste Hund oder ein neuer in die Familie geholt werden, steht man vor der Wahl: Welcher Napf für Futter und Wasser ist für meinen Hund der beste?

Die passende Napfgröße

Die Größe des Napfes richtet sich nach der Größe des Hundes. Naturgemäß benötigt ein Chihuahua nicht einen Napf, der für eine Deutsche Dogge geeignet ist. Umgekehrt würde die Dogge blöde gucken, wenn sie aus einem Mini-Napf eine Portion für den hohlen Zahn fressen müsste. Grundsätzlich gilt, dass der Napf größer als die übliche Portion Fressen für den Hund sein muss. Dadurch passt der Napf automatisch zum Format des Vierbeiners und verhindert ungewollte Ferkeleien beim Fressen. Der Wassernapf genügt in der Regel in derselben Größe des Fressnapfs.

Funktionale oder schöne Futternäpfe? Beides!

Hunde benötigen rund um die Uhr Zugang zu frischem Wasser und die Fütterung ist im Normalfall nicht durchgängig aus der Hand zu realisieren. Für Hunde sind daher viele Variationen an Näpfen im Handel erhältlich, Aussehen und Funktionalität schließen sich nicht zwingend aus und Sie müssen sich nur noch für den Kauf der passenden Näpfe entscheiden. Wichtig ist vor allem eine Form, die Stabilität gewährleistet. Freistehende Näpfe ohne Gestell sollten unten breiter sein als oben, wo das Futter oder Wasser eingefüllt wird. Zudem sollten sie rutschfest fest sein, damit sie an ihrem von Ihnen ausgewählten Platz so gut wie möglich stehen bleiben.

Unterschiedliche Materialien für Näpfe

Sie als Hundehalter haben die Wahl, welches Napf-Material Sie bevorzugen. Im Folgenden ein paar wichtige Hinweise, damit Sie leichter eine Entscheidung treffen können.

Futternäpfe aus Plastik / Kunststoff: Sie haben den Vorteil, kaum oder nicht zu klappern, dafür neigen sie unter Umständen wegen des geringen Gewichts leichter zum Kippen und können so für eine ordentliche Sauerei sorgen. Bei Plastiknäpfen sollten Sie besonders auf eine stabile Form und auf Rutschbremsen am Napfboden achten. Sehr stabil, bruchfest und gut abzuwaschen sind Futternäpfe aus Melamin. Aus diesem Kunststoffmaterial wird auch Kindergeschirr hergestellt und es ist somit völlig unbedenklich für den Hund.

Futternäpfe aus Edelstahl: Edelstahlnäpfe sehen nicht nur gut und besonders edel aus, sondern sie sind hygienisch, praktisch und eigentlich unzerstörbar. Sie sind leicht zu reinigen, sehr stabil und halten auch einem stürmischen Hundekollegen stand. Edelstahlnäpfe sind in der Regel spülmaschinenfest. Auch Edelstahlnäpfe sollten Rutschbremsen besitzen.

Futternäpfe aus Keramik: Keramiknäpfe sind die schwersten Vertreter unter den Näpfen und besonders standfest. Auch sie lassen sich gut reinigen. Wer auf ein schickes, niedliches oder anderweitig ansprechendes Design neben der Funktionalität wert legt, wird die farbenfrohen, teils ausgefallenen und auch schlichten Varianten der Keramiknäpfe zu schätzen wissen. Eine Rutschbremse ist nicht zwingend notwendig, aber dennoch von Vorteil.

Futterbars und Futterstationen für Hunde

Viele Näpfe werden einfach lose auf den Boden gestellt und von nicht wenigen Hunden beim Fressen durch den Raum geschoben. Eine sinnvolle Alternative dazu sind sogenannte Futterbars. Sie bestehen aus einem Gestell, in das sich Edelstahlnäpfe einhängen lassen. Manche Napfhalterungen stehen auf dem Fußboden, andere sind für eine Wandmontage geeignet. In der Regel bestehen die Gestelle aus Metall oder Holz, selten auch aus stabilem Kunststoff.

Besonders praktisch sind Futterbars, bei denen die Höhe individuell eingestellt wird, in der die Näpfe zum Fressen und Saufen hängen. Eine solche Futterbar ist sinnvoll bei großen Hunden, die auf diese Weise angenehmer und in einer besseren Haltung fressen und Wasser trinken. Wer einen kleineren und einen größeren Hund hat, kann auf diese Weise auch die passende Höhe für beide Vierbeiner justieren. In Futterbars ist üblicherweise Platz für einen Wassernapf und einen Futternapf.

Futterstationen sind für besonders gierige und schlingende Hunde eventuell eine sinnvolle Anschaffung. Futterstationen werden auch Futterautomaten genannt. Sie spenden nur portionsweise Futter über eine Mechanik, bis der Hund seine Ration aufgefressen hat. Diese Art von Futterstation gibt es auch als Wasserspender, was aber in der Regel wenig Sinn macht, denn saufen muss ein Hund zu jeder Zeit können.

Eine teurere Variante ist der programmierbare Futterautomat und eventuell für berufstätige Herrchen und Frauchen im Schichtdienst eine gute Investition. Ein solcher Futterautomat öffnet den verschlossenen Napf zu einer vorgegebenen Zeit, damit der vierbeinige Freund ab einem bestimmten Zeitpunkt fressen kann.

Eine sorgfältige Wahl treffen

Die Näpfe Ihres Hundes sind permanent und täglich im Einsatz, darum raten wir Ihnen davon ab, die erstbeste Lösung ins Haus zu holen. Besser überlegen Sie sich Ihre Ansprüche an einen Napf und denken dabei vor allem an Ihren Vierbeiner. Manchmal lohnt es sich wegen der Langlebigkeit und dem Komfort etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Entscheiden Sie sich für freistehende Näpfe, legen Sie sich am besten eine abwaschbare Plastikunterlage zu, die im Bedarfsfall schnell gereinigt ist und den Fußboden vor Futterresten und Wassertropfen bewahrt.

Über Daniel 317 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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