Hunde & Hygiene

Hund sind nicht so hygienisch. Ihre Pfoten hinterlassen Schlammspuren in der Wohnug

Wer Tiere hat, hat keine sterile Wohnung. Das ist Fakt. Allerdings gibt es Unterschiede in der Fellstruktur und dem Haarverlust, gerade zur Fellwechsel-Periode. Die Rasse ist hier also nicht unwichtig. Zudem kann man seinem Liebling beispielsweise durchaus beibringen, sich die Pfoten erst saubermachen zu lassen, bevor er weiter in die Wohnung geht.

Außerdem gibt es womöglich den ein oder anderen Trick, wie man Fellbüschel und Pfotentapser vermeiden kann. Mancher Hund schlabbert auch beim Fressen und Saufen alles voll. Hier kannst Du ganz sicher etwas ändern, denn eigentlich ist jeder Hund darauf aus, sein Revier sauber zu halten. Wie es also möglich ist, Hunde zu halten und dennoch Sauberkeit und Ordnung zu halten, habe ich für Dich im folgenden Artikel zusammengefasst.

Schmutzige Ursachen

Woher kommt der eigentliche Schmutz bei Hunden? Zunächst einmal solltest Du zwingend aufmerksam sein. Nachlässigkeiten übertragen sich auf Deinen Hund nun mal, damit musst Du rechnen. Ganz großes A und O bei der Sauberkeitserziehung ist der Grundsatz, den hoffentlich ein Jeder verfolgt: Es muss ausreichend Spaziergänge und Auslauf geben, um dem Fellkind auch wirklich ausreichend Gelegenheit zu geben, die Blase zu leeren. Gerade Welpen müssen das sowieso erst noch lernen und betagte oder kranke Tiere haben womöglich eine kleine Blasenschwäche. Darüber hinaus kann es auch sein, dass ein paar Tropfen verloren gehen, weil eine hormonelle Störung vorliegt oder beispielsweise postoperativ nach eine Kastration Probleme auftreten können. Das Fell und Pfoten dreckig werden, ist normal, hier hast du als Mensch aber die Möglichkeit einzuwirken.

Dreckige Pfoten und dreckiges Fell

Auch Pfotentapser auf dem Fliesenfußboden lassen sich vermeiden, wenn der Hund daran gewöhnt ist, erst beim Betreten der Wohnung abzuwarten, bis Du ein Handtuch zur Hand hast. Das klappt übrigens bei genau allen Rassen. Steht bei uns ein Hund vor der Tür, wird er mit dem Kommando „Warte“ abgestellt. Mittlerweile ist das Kommando längst nicht mehr nötig und die Hunde würden im Leben nicht mehr darauf kommen, nach einem Spaziergang durch die Haustüre einfach einzutreten.

Da Hunde extreme Spießer bzw. Gewohnheitstiere sind, bzw. sehr strukturierte Abläufe befolgen, haben wir so die Möglichkeit, das Tier erstmal auf Schmutz zu begutachten und entsprechend sauber zu machen. Dazu gehört, dass die Pfoten mit einem Handtuch abgerubbelt werden und je nach Verschmutzungsgrad kommt auch der Eimer Wasser zum Einsatz. Das Fell wird ab Herbst durch Matsch ebenfalls gereinigt und im Sommer nutzen wir die Gelegenheit, einen kurzen Zecken-Check durchzuführen. Erst wenn das alles erledigt ist, geht es ab ins Haus.

Die Tage und der Fellwechsel

Wenn die weiblichen Vierbeiner in aller Regelmäßigkeit ihre Blutungen haben, kannst Du überlegen, ob Du eine Art Windel anlegst, wenn es sehr schlimm oder stören ist. Doch meist handelt es sich ja nur um wenige Tröpfchen Blut, die Du auch gleich wegwischen kannst. Ansonsten kommt es auf die Größe Deiner Hündin an, was Du also Windel verwendest. Manchmal geht eine Badehose drüber oder aber, bei kleineren Hunden, ein ausgedienter Babystrampler. Doch die meisten Hunde mögen das gar nicht und kauen das Kleidungsstück am Ende regelrecht ab, einfach weil es ungewohnt ist.

Dass Fell in einer Wohnung zu finden ist, in der auch Hunde ein- und ausgehen, ist klar. Tägliches Staubsaugen ist ein Muss, das feuchte Wischen nicht so oft möglich. Aber gerade zur Zeit des Fellwechsels empfiehlt es sich, noch draußen, bei der Heimkehr von der Gassirunde, eine ausgiebige Streicheleinheit zu verabreichen und direkt das lose Fell vor der Haustür zu lassen. Das wird natürlich nicht vermeiden, dass Du das ein oder andere Haar auf dem Laminatfußboden entdecken wirst, aber die groben Fellbüschel, die sich ja zum Fellwechsel teilweise verabschieden, schleppt Dein Liebling dann gar nicht erst mit nach Hause.

Was Du dem Hund anerziehen kannst

Erwischst Du Deinen Welpen dabei, wie er sich seines Geschäftes entledigt, ruf sofort mit strenger Stimme und verhältnismäßig laut seinen Namen aus. Nun wird er sofort alle Schließmuskeln zusammenziehen und es geht schnell raus, wo es dann ein ganz großes Lob gibt.

Dem Fellkind dann beim Heimkommen die Pfoten, gerade im matschigen Herbst, abputzen zu können, erfordert letztendlich nur die üblichen Kommandos und Befehle, die geübt gehören bis der Hund sie kann. Das „Sitz“ oder „Bleib“ ermöglicht Dir hier Dein Tun, ein Handtuch solltest Du jedoch bereits an der Wohnungstür immer liegen haben. Geht sogar schon das Pfötchengeben, ist das Ganze wahrlich ein Kinderspiel.

Schmutz und Unordnung aus Trotz?

Wenn Dein Hund auf Gegenständen herumkaut oder an Türen kratzt, solltest Du auf jeden Fall überdenken, was gerade schief läuft bei euch beiden. Hat sich irgendwas grundlegend verändert? Muss Dein Hund länger allein bleiben als bisher? Oder gibt es einen weiteren neuen Mitbewohner?

Wenn ein Junghund „plötzlich“ wieder in die Wohnung uriniert, ist die Frage: Soll es sich hier tatsächlich um Trotz handeln? Denn meist ist es eher so, dass zu zeitig mit dem Üben und vor allem dem Loben aufgehört wird. Der Hund braucht das einfach und sein Verhalten schleift sich eben erst ein.

Schreib mir in die Kommentare, was du tust, damit es bei euch hygienisch bleibt!

Über Daniel 264 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

2 Kommentare zu Hunde & Hygiene

  1. Hallo :o)

    Mit der Hygiene ist das so eine Sache… es gibt Menschen, die mögen keine Hundehaare am Boden und es gibt Leute wie mich, die sind schon froh, wenn es nur Hundehaare sind ;o) Mit uns und den Kidis leben hier noch Hund, Katz, 2 Hasen und 2 Meeries sowie ein paar Goldfische und Kröten etc, im Haus, Garten und/ oder Teich. Ständig tauchen die Nachbarskinder oder Schulfreunde auf, die durchs Haus rennen, mit den Tieren spielen oder Trampolin springen. Es ist einfach schön, wenn Leben in der Bude ist!

    Doch dafür hapert es mit der Hygiene bei uns… gerade der Boden sieht meist aus wie…. nun ja, wie eben mit Hundehaaren bestreut, mit Grasfüssen durchrannt und manchmal mit zerkauten Holzstückchen garniert. Natürlich könnt ich nun 5 x täglich saugen oder ständig schimpfen, dass die Kids so nicht reindürfen… aber ehrlich: warum der Stress? Wir haben keine kleinen Kinder mehr, die am Boden spielen und krabbeln. Hier liegt es auch an einem selbst, wie sehr man sich daran stört oder ob man Angst hat, was ein zufälliger Besuch denken könnte….

    Damit habe ich keine Probleme, bei uns herrscht ein gewisses Grundchaos und wen es stört, der soll wegbleiben oder aufräumen ;o) Aber man sollte ein Haus mit ungesaugtem Boden, Bücherstapel,Spielzeuge etc. nicht mit verwahrlosten oder verdreckten Haus gleichsetzten. Hier schimmelt nix, die Käfige werden (fast immer) regelmässig gereinigt und die Kids zwinge ich manchmal, sich zu waschen 😀 Aber wer es staubfrei und penibel mag, für den ist das hier das Dschungelcamp ;o)

    Es liegt also auch im Auge des Betrachters, was Sauberkeit und Hygiene angeht.

    In deinem Artikel empfiehlst Du, den Hund und die Pfoten an der Haustüre zu säubern. Hier stimme ich Dir voll und ganz zu, auch wir haben immer Handtücher bereitliegen. Gerade bei nassem Wetter, matschigen Wegen oder wie im Moment mit dem Blütenstaub… wir rubbeln den Hund einmal ordentlich ab, er bleibt brav stehen und gibt uns die Pfoten zum abtrocknen oder auch zum abzuwaschen. Eingeschäumt wird unser Hund eigentlich nur, wenn er sich mal wieder was extrem eckelhaftes zum wälzen gesucht hat…. Schweinegülle z.B. oder irgendwas halb verwestes… wuaaaah, dass stinkt dann wie die Pest. Dann heißt es, ab unter die Dusche, der Hund und ich. Das klappt prima und da kann er sich so oft schütteln wie er will, bleibt alles in der Kabine 😀 Viel Wasser, Hundeshampoo drauf und abspülen…. danach das gleiche nochmal für mich, nur anderes Shampoo ;o) Ob das hygienisch einwandfrei ist weiß ich nicht… klappt aber prima ;o)

    Man darf sich selber nicht ständig unter Druck setzten, nur um gewisse Standards zu erfüllen. Mit Glück, Humor und nem Kilo Dreck wird jedes Kind groß, so sagt meine Oma immer. Ich glaub, sie hat recht ;o)

    Wenn die Katze nachts bei der Tochter schläft, dass Nachbarskind im Hasenstall von den Karotten nascht oder das Zweijährige Patenkind sein Wienerle mit dem Hund teilt… das ist Zuneigung, Freundschaft und das leben miteinander.

    Wissenschaftlich erwiesen ist inzwischen, dass „dreckige“ Wald.- und Wiesen Kinder kaum Allergien entwickeln oder anfällig für Krankheiten sind. Wer sich also abhärten möchte darf gerne vorbei kommen ;o)

    LG Jella

    P.S. Sorry für den Roman… wenn mich nachts mal niemand stört bin ich scheinbar nicht zu bremsen 😀

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