Gesünderes Trockenfutter durch Fleischsaftgarung

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Hunde spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben. Sie sind vom reinen Jagdhelfer, Wachhund und vielem mehr zum Familienmitglied geworden. Deshalb sollen sie auch gesund bleiben und möglichst lange leben.

Nährstoffe bleiben erhalten

Gesunde Hundeernährung ist deshalb mehr denn je gefragt, auch beim Trockenfutter. Hundehalter greifen gerne zu Trockenfutter, das mit der Methode der Fleischsaftgarung hergestellt wurde. Das Verfahren bewahrt Nährstoffe deutlich besser. Weil es mit niedrigen Temperaturen hergestellt wird, gehen die natürlichen Aromen nicht verloren. Darüber hinaus ist es leichter verdaulich und quillt im Magen nicht auf. Der Hund bekommt keinen Futterbauch, was wiederum das Risiko einer Magendrehung verringert.

Viele Kalorien wenig Frischfleisch

Die Vielfalt an Hundefutter ist ähnlich groß wie bei Fertiggerichten für den Menschen. Zahlreiche Handelsmarken bieten unterschiedliche Futtersorten von Nass- über Trockenfutter bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln und Leckerchen. Egal ob man Markenprodukte kauft oder auf die in der Regel billigeren Produkte vom Discounter setzt, ein Blick auf die Inhaltsstoffe macht schnell klar, dass der Frischfleischanteil im Trockenfutter meist eher gering oder gar nicht vorhanden ist. Mit ein Grund dafür ist das Herstellungsverfahren.

Extrusionsverfahren sorgt für schlechte Qualität

Bei der herkömmlichen Produktionsmethode von Trockenfutter, dem von Herstellern wie Bosch, Josera und Wolfsblut genutzten Extrusionsverfahren, werden Fleischmehl oder tierische Proteine in getrockneter Form mit Wasser und bei sehr hohen Temperaturen unter Druck zu einer formbaren Teigmasse verarbeitet, durch Düsen gepresst, in kleine Stücke geschnitten und dann getrocknet. Große Mengen an Frischfleisch können aufgrund der natürlichen Schwankungen gar nicht verarbeitet werden, da die Kroketten ansonsten auseinanderfallen würden.

Viel Frischfleisch bei der Fleischsaftgarung

Anders ist das bei der Fleischsaftgarung. Dabei wird Frischfleisch im eigenen Saft bei niedriger Temperatur über einen langen Zeitraum gegart. Das Ergebnis ist ein Trockenfutter, das den natürlichen Nahrungsbedürfnissen des Hundes entgegenkommt. Dank des hohen Frischfleischanteils quillt dieses Trockenfutter nicht nachträglich im Magen auf. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dem extrudierten Futter, denn dieses vervielfacht das Volumen bei Kontakt mit der Flüssigkeit im Hundemagen und verursacht so einen Futterbauch. Bewegt sich der mit dem Extruderfutter gefütterte Hund zu früh, kann es zu einer Magendrehung kommen.

Vom Fleischfresser zum Allesfresser

Natürlich ist der Hund im Laufe der Jahrtausende vom reinen Fleischfresser zu einem Allesfresser geworden. Im Zuge der Domestikation kam er zwangsläufig mit menschlicher Nahrung in Kontakt, er bekam die Reste aus der Küche. Streuner ernähren sich aus dem Müll, in unseren Städten gibt es schließlich kaum noch Gelegenheit zur Jagd. Deshalb musste sich der Hund auch in dieser Hinsicht anpassen. Nur so konnte er sein Überleben sichern.

Trotzdem ist sein Verdauungssystem immer noch nicht in der Lage alles zu verarbeiten, was der Mensch isst. Zwiebeln zum Beispiel sind Gift für den Hund, genauso wie Weintrauben und Rosinen, Avocado oder rohe Kartoffeln. Außerdem entwickeln auch Hunde Allergien, zum Beispiel gegen glutenhaltiges Getreide. Darauf reagierten die Futterhersteller mit entsprechend angepassten Futtersorten. Manche Hundehalter versuchen die natürliche Ernährung durch das sogenannte „Barfen“ wiederherzustellen. Doch die Ernährung nur mit rohem Fleisch, Fisch und Gemüse hat durchaus auch Nachteile. So kann es beispielsweise zu einer Über- oder Unterversorgung von Nährstoffen kommen, was den Hundeorganismus schädigen kann. Auch die für Hund und Mensch schädlichen Keime gilt es bei der BARF-Ernährung zu berücksichtigen.

Viel Geschmack dank Fleischsaftgarung

Eine gesunde Hundeernährung zeichnet sich durch Ausgewogenheit aus. Es müssen alle Nährstoffe enthalten sein. Außerdem sollte es gut lagerfähig sein und problemlos verfüttert werden können. Zudem sollte es natürlich auch gut schmecken. Trockennahrung aus der Fleischsaftgarung erfüllt alle diese Voraussetzungen. Das Garen im eigenen Saft bei niedrigen Temperaturen findet auch in der menschlichen Küche Anwendung, eben weil durch diese Methode weniger Nähr- und Geschmacksstoffe verloren gehen. Und darauf kommt es doch bei der Ernährung von Mensch und Hund gleichermaßen an: Gesund muss sie sein und möglichst gut schmecken.

Über Daniel 311 Artikel
Bis auf wenige Jahre während meiner Ausbildung habe ich immer mit Hunden zusammen gelebt. Und ohne kann ich mir das Leben auch kaum vorstellen. Geht bestimmt, aber macht das Sinn?

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